Nächster Favorit lässt Punkte in Eichstädt

Nach der herben 21:37-Klatsche gegen Werder am vergangenen Sonntag, meldeten die Oberkrämer Verbandsligamänner sich wieder eindrucksvoll zurück und besiegten den SV Blau-Weiß Wusterwitz in heimscher Halle mit 36:35. Im Hinspiel war man den Wusterwitzern wegen technischer Fehler und unkonzentrierter Spielweise unterlegen. Im vorletzten Heimspiel der Saison wollte der SVE aber noch einmal unter Beweis stellen, dass man eigentlich zu Unrecht im Tabellenkeller steht.
Den besseren Start in die Partie erwischte die Oberkrämertruppe und führte schnell mit 3:1. Doch die Gäste hielten dagegen und glichen kurze Zeit später aus. In den ersten 10 Minuten erhielten die Gäste bereits fünf Strafwürfe und profitiert zudem von, zum Teil zu Unrecht gegebenen, Zeitstrafen gegen die Eichstädt-Sieben.
Aus dem Spiel heraus fiel Wusterwitz wenig ein, im Eins gegen Eins kamen sie jedoch immer wieder zum Torerfolg. Trotz der weitestgehend ausgeglichenen dreißig Minuten, gelangte Wusterwitz zum Ende der ersten Halbzeit noch zu einer 3-Tore-Führung (17:20). Ein kleiner Beigeschmack stellte außerdem die Disqualifikation von Dennis Kolewe dar, der bereits drei Zweiminutenstrafen gesammelt hatte. Ohne ihren Kapitän und Abwehrchef musste die Mannschaft nun noch mehr kämpfen. Wie ausgewechselt kam das Team von Trainer Marko Sitz dann auch aus der Kabine. Mit einigen Umstellungen und nun besserer Defensive brachte man Wusterwitz völlig aus dem Konzept. Auch vorn lief es rund, sodass Eichstädt die Gäste mit einem 7:1-Lauf in nur knapp acht Minuten zur Auszeit zwang. Doch der SVE blieb stabil und bekam in 20 Minten nur magere sechs Gegentore. In der Schlussphase wurde es jedoch, wie schon so häufig in dieser Saison, noch einmal turbulent. Führte Eichstädt in der 54. Minute noch mit einem beruhigenden 32:27. Doch angetrieben von ihrem stärksten Mann Michael Habermann (18 Tore) kam Wusterwitz zwei Mintuten vor Schluss noch einmal gefährlich auf ein Tor heran. Kurz vor dem Ende erhielt Burkhard Hartmann auch noch die rote Karte wegen „übertriebener Härte“.
Doch Tobias Zietz erlöste sein Team 40 Sekunden vor Schluss mit seinem Siebenmetetor. Wusterwitz gelang zwar noch der letzte Treffer, doch am Ende war der durch eine extrem kämpferische wie mannschaftlich geschlossene erspielte 36:35-Sieg perfekt. Mit diesem Sieg ist die Erste ihrem Saisonziel Klassenerhalt zum Greifen nah.

Linke, Stelter – Kolewe(1), Tews, Bräseke(5), Schremmer(4), Tengler, Gebhardt(2), Schneider(2), Dargatz(7), Hartmann(6), Zietz(9)